Datenschutzerklärung für TranslateUtils
Stand: 19. Juli 2026
Kurzfassung: Wenn TranslateUtils aktiviert ist, erkennt und verarbeitet die Mod Chatnachrichten automatisch. Nachrichtentext und technische Verbindungsdaten werden an selbst betriebene OttoExtra-Dienste übertragen. Übersetzungstexte müssen dort vorübergehend im Klartext verarbeitet werden. Die Nutzung ist freiwillig und kann in den Mod-Einstellungen deaktiviert werden.
1. Verantwortlicher und Kontakt
Mattis DettmannBachstraße 71
24534 Neumünster
Deutschland
E-Mail: skyfullerdesign@gmail.com
Discord: skyfuller
Ein Datenschutzbeauftragter ist nicht bestellt.
2. Geltungsbereich und Funktionsweise
Diese Erklärung gilt für die optionale Minecraft-Mod OttoExtra TranslateUtils und die hierfür eingesetzten Dienste unter translate.ottoextra.dev und api.ottoextra.dev. Sie ergänzt die Datenschutzerklärung der Website.
TranslateUtils kann – abhängig von der gewählten Funktion und den Einstellungen – Chatnachrichten beim Senden oder Empfangen erkennen, automatisch zur Übersetzung übermitteln und das Ergebnis im Minecraft-Chat anzeigen. Für geschützte Originaltexte kann zusätzlich eine zeitlich begrenzte Referenz erzeugt werden. Die Verarbeitung erfolgt damit teilweise proaktiv, sobald die Funktion aktiviert ist; eine gesonderte Bestätigung für jede einzelne Nachricht findet nicht statt.
Die Nutzung von TranslateUtils ist freiwillig. Ohne Aktivierung der Erweiterung findet die hier beschriebene Übersetzungsverarbeitung nicht statt. Die normale Nutzung von OttoExtra und Minecraft bleibt davon unberührt.
3. Automatische Übersetzung von Nachrichten
Verarbeitete Daten
An den Übersetzungsdienst werden der zu übersetzende Nachrichtentext, Quell- oder automatische Spracherkennung, Zielsprache und das Format text oder html übermittelt. Technisch bedingt fallen außerdem insbesondere IP-Adresse, Zeitpunkt und weitere HTTP-Verbindungsdaten an. Der Dienst akzeptiert derzeit Texte mit bis zu 4.000 Zeichen.
Minecraft-UUID, Minecraft-Name, OttoExtra-Bearer-Token, Empfänger-UUIDs oder eine Allowlist gehören nicht zum regulären Übersetzungsauftrag. Sie werden jedoch verarbeitet, soweit eine andere nachfolgend beschriebene Funktion sie benötigt oder sie selbst Bestandteil des Nachrichtentextes sind.
Zweck und Rechtsgrundlage
Die Daten werden verarbeitet, um Chatnachrichten in die ausgewählte Sprache zu übersetzen und die gewünschte Chatfunktion bereitzustellen. Soweit eigene Nachrichten des Nutzers verarbeitet werden, beruht dies auf der vor Aktivierung erteilten Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO. Die Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft durch Deaktivieren der Übersetzungsfunktion widerrufen werden.
Soweit empfangene Nachrichten anderer Spieler automatisch verarbeitet werden, erfolgt dies auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse besteht darin, die für den Nutzer sichtbare Kommunikation sprachübergreifend verständlich zu machen. Dem stehen die Beschränkung auf vom Nutzer empfangene Nachrichten, die zweckgebundene Verarbeitung, die selbst betriebene Übersetzungssoftware und die freiwillige Deaktivierbarkeit als Schutzmaßnahmen gegenüber. Betroffene können dieser Verarbeitung aus Gründen ihrer besonderen Situation widersprechen.
Übersetzungstechnik
Der Dienst ist eine selbst gehostete Instanz von LibreTranslate und verwendet Argos Translate. Übersetzungstexte werden nicht zur Übersetzung an Google Translate, Microsoft Azure Translator oder DeepL weitergeleitet. Der Text wird per HTTPS übertragen, muss im Übersetzungscontainer für die Übersetzung jedoch im Klartext verarbeitet werden. Es besteht keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Eine dauerhafte anwendungsseitige Speicherung der Übersetzungstexte ist nicht vorgesehen. Ob Nachrichtentexte in Ausnahmefällen in Fehlerprotokollen erscheinen können sowie die konkreten Aufbewahrungsfristen von nginx-, Docker- und Fehlerprotokollen sind derzeit noch nicht abschließend verifiziert. Deshalb wird gegenwärtig keine feste Löschfrist für solche technischen Protokolle zugesichert.
4. Geschützte Originaltexte und Freigaben
Für einen geschützten Originaltext können folgende Daten verarbeitet werden:
- eine kryptografisch zufällige öffentliche Share-ID,
- die Minecraft-UUID des Besitzers,
- der verschlüsselte Originaltext,
- der Zugriffsmodus
alloderallowlist, - Erstellungs- und Ablaufzeitpunkt sowie
- bei einer Allowlist die freigegebenen Empfänger-UUIDs.
Der Originaltext wird mit libsodium secretbox authentifiziert verschlüsselt und nicht als Klartext in der Datenbank abgelegt. Der übersetzte Text wird nicht als Teil dieser Freigabe gespeichert. Beim Modus all kann jeder über Minecraft verifizierte OttoExtra-Nutzer den Originaltext abrufen; bei allowlist nur der Besitzer und die freigegebenen Empfänger. Eine Allowlist ist auf 64 Einträge begrenzt.
Eine Freigabe ist spätestens 24 Stunden nach ihrer Erstellung nicht mehr abrufbar. Der Datensatz und seine Allowlist sollen anschließend durch einen regelmäßigen Bereinigungslauf physisch gelöscht werden. Die produktive Ausführung dieses Bereinigungslaufs konnte zum Stand dieser Erklärung jedoch nicht abschließend bestätigt werden. Verschlüsselte, bereits abgelaufene Datensätze können deshalb technisch länger in der Datenbank verbleiben, sind über die Anwendung aber nicht mehr abrufbar.
5. Minecraft-Authentifizierung und Namensauflösung
Damit geschützte Originaltexte nur von berechtigten Spielern genutzt werden, verarbeitet der OttoExtra-Dienst Minecraft-Name, Minecraft-UUID, eine zufällige Challenge-ID und deren Erstellungszeitpunkt. Die Challenge ist 60 Sekunden gültig. Nach erfolgreicher Prüfung wird ein signierter OttoExtra-Bearer-Token erstellt, der UUID, Name, Ausgabe- und Ablaufzeitpunkt sowie eine zufällige Token-ID enthält und eine Stunde gültig ist.
Der Minecraft-Access-Token wird nicht an OttoExtra übertragen. Der Minecraft-Client nutzt ihn unmittelbar für Mojangs joinServer-Verfahren. Zur Identitätsprüfung übermittelt das Backend Minecraft-Name und Challenge-ID an Mojangs hasJoined-Schnittstelle. Die IP-Adresse des Spielers wird hierbei nicht gezielt an Mojang übermittelt.
Für eine Allowlist werden Namen zunächst lokal und in einem sechs Stunden gültigen Profilcache gesucht. Bei einem Cache-Miss kann der eingegebene Minecraft-Name an die offizielle Mojang-Profil-API übermittelt werden. Dauerhaft wird in der Freigabe die UUID, nicht der veränderbare Name, gespeichert.
Mojang und Microsoft können Daten auch außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verarbeiten. Für deren Verarbeitung gelten zusätzlich die Datenschutzbestimmungen von Microsoft. Microsoft beschreibt dort die für internationale Übermittlungen eingesetzten rechtlichen Mechanismen.
6. Technische Sicherheits- und Nutzungsdaten
Zum Schutz vor Missbrauch gelten insbesondere Limits von 20 erstellten Freigaben pro Minute und UUID, 120 Abrufen pro Minute und UUID sowie 300 Zugriffen pro Stunde für die Kombination aus UUID und IP-Adresse. Dabei können Route, vollständige UUID, vollständige IP-Adresse, Zeitfenster und Anzahl der Zugriffe verarbeitet werden. Alte Datenbank-Zähler werden bei Gelegenheit entfernt, sobald sie älter als zwei Stunden sind.
Das vorgesehene API-Zugriffsprotokoll kann UTC-Zeitpunkt, Route, vollständige authentifizierte UUID, vollständige IP-Adresse, HTTP-Status und Bearbeitungsdauer enthalten. Bei einem Abruf kann die Route außerdem die Share-ID enthalten. Request-Bodies, vollständige Originaltexte, Bearer-Tokens und Minecraft-Access-Tokens sollen durch die Anwendung nicht protokolliert werden. Die konkrete Aufbewahrungsfrist der vorgelagerten Serverprotokolle ist derzeit noch nicht abschließend dokumentiert.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt in der sicheren, stabilen und missbrauchsresistenten Bereitstellung der Dienste.
7. Lokale Daten auf dem Endgerät
Die Mod kann Einstellungen wie Aktivierungsstatus, gewähltes Sprachpaar, Freigabemodus oder Allowlist lokal im Minecraft-Verzeichnis speichern. Minecraft kann Chatnachrichten abhängig von Spiel-, Launcher- und Mod-Konfiguration außerdem in lokalen Protokolldateien ablegen. Diese lokalen Daten verbleiben grundsätzlich unter der Kontrolle des Nutzers und können über die Mod-Einstellungen beziehungsweise durch Löschen der jeweiligen Konfigurations- oder Protokolldateien entfernt werden.
8. Empfänger und Hosting
Die OttoExtra-Dienste werden in Deutschland im Netz der netcup GmbH, Emmy-Noether-Straße 10, 76131 Karlsruhe, betrieben. netcup verarbeitet technische Daten im Rahmen der Bereitstellung der Serverinfrastruktur. Weitere Empfänger sind Mojang beziehungsweise Microsoft nur in den in Abschnitt 5 beschriebenen Fällen.
Eine Weitergabe zu Werbe-, Analyse- oder Profilbildungszwecken findet nicht statt. Es werden keine ausschließlich automatisierten Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung getroffen.
9. Speicherdauer im Überblick
- Authentifizierungs-Challenge: 60 Sekunden; Bereinigung alter Challenges ab 120 Sekunden,
- OttoExtra-Bearer-Token: eine Stunde,
- geschützter Originaltext und zugehörige Allowlist: abrufbar für maximal 24 Stunden; physische Löschung siehe Abschnitt 4,
- Mojang-Profilcache: sechs Stunden,
- Rate-Limit-Fenster: 60 Sekunden; alte Datenbank-Zähler werden ab einem Alter von zwei Stunden bei Gelegenheit bereinigt,
- technische Server-, Container-, Fehler- und Backupdaten: konkrete Fristen sind noch nicht abschließend verifiziert.
10. Pflicht zur Bereitstellung
Es besteht keine gesetzliche oder vertragliche Pflicht, die Daten für TranslateUtils bereitzustellen. Ohne die erforderliche Übermittlung kann die Übersetzungs- beziehungsweise Freigabefunktion nicht angeboten werden. Die optionale Mod kann deaktiviert oder entfernt werden.
11. Rechte betroffener Personen
Betroffene Personen haben nach Maßgabe der gesetzlichen Voraussetzungen insbesondere das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch gegen Verarbeitungen auf Grundlage berechtigter Interessen. Eine Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt unberührt.
Zur Ausübung der Rechte genügt eine Nachricht an den in Abschnitt 1 genannten Kontakt. Außerdem besteht das Recht, sich bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde zu beschweren. Zuständig ist insbesondere das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein oder die Aufsichtsbehörde am eigenen Aufenthaltsort.
12. Änderungen
Diese Erklärung wird angepasst, wenn sich Funktionen, Datenflüsse, Dienstleister, Speicherfristen oder rechtliche Anforderungen ändern. Der jeweils aktuelle Stand ist dauerhaft unter dieser URL abrufbar.